

Stress
25 %, also jeder 4. Europäer leidet unter Stress, jeder 3. behauptet von sich, permanent am Limit zu arbeiten. Zu viele Menschen empfinden ihr Dasein wie ein „Leben im Hamsterrad“: Die Zahl der Menschen, die an Stress, leiden und die Zahl der an Stress Erkrankten nehmen stetig zu.
Lärm und Verkehrsstau können Stress verursachen, aber die schlimmsten Stressoren für uns Menschen sind immer andere Menschen (Chefs mit autoritärem Gehabe, mobbende Mitarbeiter, aber auch Partner, ja sogar Kinder!)
Was ist Stress?
Stress ist eine Überlebensstrategie, die es Tieren und Menschen ermöglicht, in Gefahren-
situationen schnell zu reagieren: mit Kampf oder Flucht.
Stress ist also ein prinzipiell gesunder Mechanismus. Die Reaktionen des Körpers sind über die Jahrmillionen gleich geblieben, aber der Dauerstress in unserer modernen Welt stellt zunehmend ein Gesundheitsrisiko dar!
Die Wissenschaft unterscheidet nicht mehr zwischen „gutem“ und „schlechtem“ Stress, denn wirklich problematisch ist nur der Dauerstress. Ein freudiges Ereignis erzeugt zwar ähnliche Adrenalin-, aber keine Cortisolausschüttungen. Für die heutige Forschung bedeutet Dauerstress eine Bedrohung des Individuums in seiner körperlichen und seelischen Verfassung.
Wie entsteht Stress:
Bei Bedrohung reagiert der Körper: Das Zwischenhirn befiehlt dem Nebennierenmark als Stressantwort Adrenalin und Noradrenalin zu produzieren. Durch diese Hormone steigt der Blutzuckerspiegel, Muskeln und Gehirn wird rasch Energie zugeführt, der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck erhöht sich, der Organismus gerät so rasch in Verteidigungsbereitschaft. Das ist im Prinzip eine sehr gesunde Antwort auf eine bedrohliche, schwierige Situation. Denn im Körper kommt automatisch, ohne daß wir etwas tun müssen, ein Mechanismus in Gang, der uns hilft, aus der schwierigen Situation wieder rauszukommen.
Aber nach überstandener Belastung muss der Körper wieder beruhigt werden. Dazu wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet: Es dämpft die Erregung und reduziert mögliche Entzündungsreaktionen.
Bei chronischem Stress aber gerät zu viel Cortisol ins Blut. Chronisch hohe Cortisolspiegel gefährden unser Immunsystem, unsere Körperabwehr. Und chronischer Stress verursacht bzw. verschlimmert eine Vielzahl von Krankheiten: Das reicht von Herz-/Kreislauferkrankungen bis hin zu Gedächtnisstörungen und Depressionen.
Auch Krebserkrankungen können durch Stress in ihrem Verlauf negativ beeinflußt werden. Erschöpfungssymptomatik, Burnout, chronisches Fatique, es gibt endlos viele Erkrankungen, die durch Stress hervorgerufen oder in ihrem Verlauf verstärkt bzw. verschlimmert werden.
Eine ständige Erregung des Sympathikus führt zu Herz-/Kreislauferkrankungen, zur Verdickung der Herzkranzgefäße, ein permanent erhöhter Blutzuckerspiegel führt zu Leber- und anderen Organer-krankungen. Aber auch der ständig erhöhte Muskeltonus kann zu Verspan-nungen führen, die nicht nur Spannungskopfschmerz erzeugen können, sondern letztendlich auch zu Haltungs- und Gelenksschäden führen.
Chronische Belastung ist aber auch für ein erhöhtes Schlaganfallrisiko verantwortlich. Und all das bemerkt man meist erst, wenn es schon zu spät ist.
Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat Stress zur größten Gesundheitsgefahr des 21. Jahrhunderts erklärt. Denn es gibt keine klar definierten Stresstypen, aber klare Auswirkungen von Stress: