


Unser Gehirn
Der Gehirnforscher Ian Robertson vergleicht unser Gehirn mit einer 20-Watt-Glühbirne, die ständig leuchtet:
„Unser Gehirn verbraucht ein Fünftel der gesamten Energie, die unser Körper im Ruhezustand erzeugt. Diese Energie wird benötigt, um die Aktivität in dem riesigen vibrierenden Netz aus verknüpften Zellen anzutreiben, aus dem unser Gehirn besteht. Und Sie – der Kapitän dieses erstaunlichen Schiffs – können diese Aktivität steuern. Unser Gehirn wird durch die Gespräche, die wir führen, die Erfahrungen, die wir machen, und die Liebe, die wir empfangen, physisch verändert. Dies gilt für unsere gesamte Lebenszeit, nicht nur für die Kindheit. Bis vor kurzem bezweifelten die meisten Wissenschafter, dass es möglich sei, das Gehirn durch Erfahrungen zu formen. Diese Skepsis ist angesichts einer zweifelsfrei erwiesenen Tatsache, die seit über 50 Jahren bekannt ist, auch nicht verwunderlich. Anders als fast alle übrigen Körperzellen erneuern sich die allermeisten Zellen des Gehirns und des Rückenmarks nicht. Abgestorbene Nervenzellen werden in der Regel nicht ersetzt, allerdings haben neuere Studien den Nachweis erbracht, daß in einem Teil des Gehirns, dem sogenannten Hippocampus, auch im Erwachsenenalter noch neue Nervenzellen produziert werden…“
Aus: „Das Universum in uns“, Ian Robertson, Piper Verlag München, 2001
